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Streuobst, Bungert, Boomgarden, Verger traditionel, Obstgarten, Bommgarte, Hoschtet, traditional orchard - all diesen Begriffen in verschiedenen Sprachen ist eines gemeinsam :
Der Hochstammobstbaum!

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Hochstammobstbau – Streuobstbau

Die Situation gleicht sich in allen Ländern Europas.

Nach schleichendem, teilweise staatlich subventioniert eingeführtem Niedergang durch Rodungsaktionen in den 1950er Jahren folgten zwei Jahrzehnte der Stagnation. Es fehlte an Ideen und Umsetzungen für den Feldobstbau. Es herrschte die allgemeine Golden Delicious Euphorie und was damit einherging war eine Anbauentwicklung in niederstämmigen Monokulturen weg von der Natur in einen Kreislauf der Abhängigkeiten von Handelsdiktaturen, Chemikalien und Preiswettbewerb.

Bis dahin war es auch Bewirtschaftern von Streuobstwiesen noch möglich Tafelobst an den Handel zu liefern.

Dies änderte sich aber während der 1980er Jahre mit zunehmender Straffung (Minimalisierung) des handelbaren Sortimentes und den laufend steigenden Anforderungen bezüglich optischer Qualität für Tafelobst.

Das führte soweit dass beispielsweise in der Schweiz damals viele Baumschulen kein Hochstammsortiment mehr anboten. Nur vereinzelte Spezialisten vermehrten überhaupt noch Regionalsorten.

Obst aus Streuobstwiesen wurde zu Mostobst degradiert – ohne Rücksicht auf hervorragende regional – oder nationaltypische Sorten.

So kommt es dass praktisch in ganz Europa flächendeckend die gleichen paar wenigen Tafelsorten in den Regalen zu finden sind . Der eigentliche Ursprung derselben ist fast immer Übersee.

StreuobstbauIn den vergangenen Jahrzehnten schwand immer mehr das Wissen (Know how) um die Sorten, Pflege und Erziehung der immer weniger werdenden Obstgärten. Viele wurden nicht mehr gepflegt und nicht einmal mehr abgeerntet.

Wer bei Fachstellen Hilfe suchte, erhielt überall die gleichen Informationen aus hoffnungslos veralteter Literatur – wie sollten Obstbauberater auch eine Hilfe sein können wenn sie selbst keine Streuobstwiese pflegen, geschweige denn davon leben müssen....

Es änderte sich aber trotzdem etwas in den 1990ern – neue Sorten kamen, und endlich waren  Sorten darunter die sich auch für den Hochstammobstbau eigneten, und endlich gab es wieder Baumschulen die sich auf die Vermehrung alter Sorten spezialisierten.

Das neue Jahrtausend brachte an vielen Orten eine kleine Trendwende. Viele Menschen erkennen die Veränderung des Landschaftsbildes, die Verarmung in Natur und Ökologie, und Vielen wird bewusst dass doch irgendwas faul ist wenn die Rede von Zehntausenden von Obstsorten ist und man doch nur deren 10 kaufen kann... Immer mehr Menschen leiden an Allergie die meist leidlich als Apfelallergie vermerkt wird, aber genauso gut eine Körperreaktion auf  synthetische Spritzmittel, unreif gepflücktes Obst, Lagermethoden oder zu hohen Säurepegel sein kann, und meist trifft sogar all dies gleichzeitig zu. Auch dies fördert das Interesse am Streuobst und den vielen Sorten. Viele Menschen möchten auch bewusst zu einem intakten Landschaftsbild beitragen und suchen entsprechende Kontakte und Angebote.

Zudem gibt es seit einigen Jahren in verschiedenen Ländern und Regionen Förderprogramme für Hochstammbäume. Der Bewirtschafter erhält bei Umsetzung eines Massnahmenkataloges vom Land einen jährlichen Beitrag pro Baum zugesprochen. An verschiedenen Orten konnte dadurch der gravierende Rückgang gestoppt werden. Wobei festzustellen ist dass es sich dabei um eine Verschiebung handelt; wer kein Interesse hat fällt die letzten alten Bäume, andere Landwirte sehen für sich eine Chance und pflanzen wieder grössere Flächen mit jungen Hochstammbäumen an.

Grundsätzlich ist aber der Streuobstbau weiterhin bedroht wenn die Absatzmöglichkeiten für die Produkte nicht zu einem gerechtfertigten Preis gewährleistet sind.

Nebst wirtschaftlicher Problematik und oftmals mangelnder Kenntnis oder fehlender brauchbarer fachlicher Unterstützung setzt seit wenigen Jahren ein neuer Schaderreger vielen Beständen stark zu.
Es handelt sich dabei um die Pilzkrankheit Marssonina Coronaria die sich besonders dort stark ausbreitet wo auf synthetische Fungizide verzichtet wird.Davon sind Streuobstbestände und Selbstversorgerobstbau sehr stark betroffen. Es ist unbedingt nötig stark anfällige Sorten bei Neupflanzungen zu meiden. Es zeigt sich dass besonders neue "resistente" Sorten hochanfällig und dadurch unbrauchbar sind. Beobachtungen von Obstbaupraktikern die eine grosse Vielfalt pflegen sind gerade im Bezug auf diese Krankheit von besonderer Wichtigkeit. In der Rubrik "geeignete Obstsorten" werden Sorten vorgestellt die den Marssonina Pilzen weitgehend trotzen - sowie hochanfällige Sorten gelistet die nicht angebaut werden sollten.

In der Rubrik „Bezugsadressen Obst und Bäume“ stellen wir Betriebe vor die wirklich etwas zum Erhalt der Obstkultur beitragen!

Interessante Berichte über die Streuobstsituation in verschiedenen Ländern finden Sie hier:

Aktuelle Situation in Deutschland

www.esto-project.eu/index.php?id=44&L=8 (deutsch)
www.esto-project.eu/index.php?id=44&L=9 (francais)

Situation der Streuobstwiesen in Dänemark

www.esto-project.eu/index.php?id=45&L=8 (deutsch)
www.esto-project.eu/index.php?id=45&L=9 (francais)

Situation passée et actuelle des prés-vergers en France

www.esto-project.eu/index.php?id=34&L=9 (francais)
www.esto-project.eu/index.php?id=34&L=8 (deutsch)

Geschichte und Situation der Obstgartenkultur in Österreich

www.esto-project.eu/index.php?id=46&L=8 (deutsch)
www.esto-project.eu/index.php?id=46&L=9 (francais)

Situation in Polen

www.esto-project.eu/index.php?id=35&L=8 (deutsch)
www.esto-project.eu/index.php?id=35&L=9 (francais)

Hochstammgärten in Ungarn

www.esto-project.eu/index.php?id=48&L=8 (deutsch)
www.esto-project.eu/index.php?id=48&L=9 (francais)

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