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Die Seite zum Mitmachen für alle Freunde der grossen Bäume

Streuobst, Bungert, Boomgarden, Verger traditionel, Obstgarten, Bommgarte, Hoschtet, traditional orchard - all diesen Begriffen in verschiedenen Sprachen ist eines gemeinsam :
Der Hochstammobstbaum!

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Geeignete Obstsorten für den Hochstammobstbau, die Selbstversorgerobstwiese und extensiven Gartenobstbau

Sie möchten neue hochstämmige Bäume pflanzen und suchen nach Sorten die robust, vielseitig verwendbar und wenig krankheitsanfällig sind?

Hier finden Sie Vorschläge. Dies sind keine Abschriften aus Büchern sondern Ergebnisse langjähriger Erfahrungen von Praktikern.

APFELSORTEN

Die Zahl der geeigneten Sorten ist sehr gross , es gibt natürlich klimatisch und standortbedingte Ausnahmen und Unterschiede, eine Liste kann daher niemals vollständig sein.

Das Schwergewicht unserer Empfehlungen liegt bei Sorten mit einer gewissen Polyvalenz. Vertrauen Sie niemals nur Empfehlungen von Keltereibetrieben oder Baumschulen wenn Sie eine gute Sorte suchen, egal ob für die Bereitung von Süssmost oder als Tafelapfel.

Viele der alten Tafelsorten ergeben auch einen hervorragenden Süssmost!
Eine generelle Empfehlung von neuen schorfresistenten Sorten lehnen wir ab. Die Praxis hat gezeigt dass viele Resistenzen schon nach wenigen Jahren nur noch auf dem Papier existieren und jede Sorte stattdessen auch wieder andere Nachteile mit sich bringt. Es ist vernünftiger eine Vielfalt an Sorten und Herkünften ( genetischer Abstammungen) zu bevorzugen!

Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Sorten ist eine hohe Toleranz gegenüber dem Schorfpilz, gute Fruchtbarkeit sowie gute optische wie innere Qualität.


Ein paar Worte zur Pilzkrankheit Marssonina Coronaria :

Seit erst wenigen Jahren tritt in verschiedenen Regionen Mitteleuropas ein eigentlich in Asien beheimateter Pilzerreger auf, der verheerende Auswirkungen auf Obstbaumbestände haben kann. Leider breitet sich dieser Pilz ungehindert weiter aus. Befallen werden vorwiegend Apfelbäume jeden Alters und jeder Baumform. Besonders betroffen sind dabei Bestände in denen ganz auf Pflanzenschutz verzichtet wird, oder nur ein Minimum an biologischen Behandlungen durchgeführt wird. Wo synthetische  oder gar systemische Fungizide eingesetzt werden, tritt Marssonina bislang kaum auf. Solche Stoffe sind im biologischen Obstbau jedoch nicht erlaubt und sind übrigens auch hinsichtlich Allergieauslösung problematisch. Die im biologischen Obstbau meist eingesetzten Schwefelprodukte wirken nicht gegen Marssonina. Fachstellen raten zu 8 Behandlungen mit Tonerdepräparaten ( bis kurz vor der Ernte !) - dies kann jedoch nicht die Lösung der Probleme bedeuten, denn grundsätzlich sollte der Aufwand so gering wie möglich gehalten werden. Wie "harmlos" diese aluminiumhaltigen Präparate für Natur und Anwender aber tatsächlich sind bleibt noch abzuklären !

Es muss davon ausgegangen werden dass Marssonina Coronaria jährlich auftreten wird da es im Sommer/ Frühherbst immer irgendwann optimale Infektionsbedingungen gibt. Zur Vermeidung einer epedemischen Ausbreitung in grossen Beständen muss auch hier die Anbaustrategie überdacht werden.
Die Anfälligkeiten können von Sorte zu Sorte sehr stark variieren. Aussagekräftige Resultate sind nur von Beständen ohne Pflanzenschutz zu erwarten und auch verwertbar.

Sorten - und Artendurchmischung können sehr hilfreich sein ! Besonders stark anfällig sind vor Allem Sorten der Genotypgruppe Golden Delicious, Cox Orange, Jonathan, Gala, James Grieve. Weil in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich mit diesen Sorten gezüchtet wurde ist die Zahl der hochanfälligen Sorten entsprechend hoch und die Sorten weit verbreitet. Ein weiterer Genotyp mit sehr hohem Befall sind Boskoop sowie Goldparmäne, abgesehen von den verbreiteten Muttersorten ist dieser nicht so häufig. Auch schorfresistente Neuheiten (v.A. aus Tschechien) sind sehr stark betroffen . Auffallend ist ebenfalls die starke Anfälligkeit von rotfleischigen Sorten. Immerhin zeigt sich in den Feldversuchen dass auffallend viele ältere und neue Sorten aus Frankreich kaum befallen werden !

Erkennungsmerkmal: Die Blätter des Baumes zeigen innerhalb weniger Tage plötzlich bräunliche Punkte, Muster und Flecken. Die Blätter verlieren ihren Glanz und die Bäume innert kurzer Zeit an Vitalität. Die durch den Pilz erfolgende Zerstörung der Blattzellen vermindert selbstredend die Photosynthese, - Austausch und Versorgung im Baumzyklus sind gestört. Befallene Blätter welken meist nach kurzer Zeit und fallen bereits im Sommer ab. Dadurch ist nicht einmal mehr die Versorgung der vorhandenen Früchte gewährleistet. Diese bleiben am Baum, werden jedoch nicht mehr richtig reif und bleiben sehr sauer oder geschmacklos, manchmal nicht einmal zur Kelterung geeignet. Die Blütenknospenbildung für das Folgejahr kann bei Frühbefall ebenfalls schwer beeinträchtigt werden.

Will man im extensiven Obstbau, auf Obstwiese oder im Garten in Zukunft noch schöne Erträge erzielen, so ist es unerlässlich auf die wenig anfälligen Sorten zurückzugreifen ! Wichtig ist es die Sorten zu meiden welche bereits ab Juli Blattfall zeigen (nachfolgend unterstrichen oder als "sehr stark anfällig" bezeichnet). Sorten bei welchen ein Befall erst im September auftritt könnten weiterhin berücksichtigt werden da ein Spätbefall den Baum nicht mehr stark schädigt und auch die Blütenknospenbildung nicht mehr negativ beeinflusst.

Resultat unserer Felduntersuchungen : (bei Weiterverwendung bitte Quellenangabe)

Sehr anfällige Sorten : (unterstrichene sind besonders stark betroffen)

Boskoop, Topaz, Sirius, Cox Orange, Mira, Goldparmäne, James Grieve, Goldstar, Cornish Aromatic, Gala, Kidd`s Orange, Goldrush, alle Jonathan Typen, Golden Delicious, Lombard`s Calville, Schöner aus Herrnhut, Allen`s Everlasting, Julyred, Amethyst, Brettacher, Safran Pepping, Gravensteiner Rellstab, Santana, Mars, Zabergäu Reinette, Oregon, Prinz Albrecht von Preussen, Orion, Roter Victoria, Rewena, Roter Mond, Luna, Muscat Reinette, Egremont Russet, Juwel aus Kirchweder, Hadelner Rotfranch, Nela,  etc......

Bisher wenig anfällige Sorten : (unterstrichene sind kaum betroffen)

Lady Sudeley, Purpurella, Reinette Franche, Signe Tillisch, Jolibois, Reinette de Bretagne,  Rival,
Charles Ross, Reinette des Carmes, Josef Musch, Orleans Reinette, Apfel von der alten Schule,
Hildesheimer Goldreinette, De Jaune Beurre, Oberländer Himbeerapfel, La Nationale, Leuenapfel, Kentish Fillbasket, Madame Lesans, Michitiphane, Magnana, Reinette grise de Saintonge, Roter Ausbacher, Rosalie,
Pay Bou, Muolener Rosen, Redondelle, Purpurroter Zwiebelapfel, Hutchinson`s Dream, Iseult,
Cinq Cotes, Exeter Cross, Forellen Reinette, Glorie van Holland, Cilander, Reinette Clochard, Calville Noir, Choureau, Reinette Waleffe, Chüsenrainer, Süsskant, Kantil Sinap, Süsser Junker, Cavalle,
Angeliter Borsdorfer, Grigia di Torriana, Julienne, etc..


Sorten die wir als anbauwürdig erachten:

Abrika

gleich am Anfang der Liste eine Neuheit ,die, anders als
praktisch alle anderen neuen Sorten, keine Genetik der gängigen 
Welthandelssorten aufweist. Die Früchte sind wunderschön,
von gutem Geschmack, der Baum extrem fruchtbar und nicht
krankheitsanfällig, auch Marssonina Coronaria tritt nur wenig auf.
( Frühherbstapfel )

Adams Parmäne

alte englische Sorte die im Extensivobstbau fast in ganz Europa bekannt ist.
Stark braun berostete,konische Früchte mit weitem Grössenspektrum, aus
sonnigen Lagen auch schön gerötet. Regelmässig mittelhohe Erträge. Gesunde Belaubung und nur wenig anfällig für Marssonina Pilze. Ernte normalerweise im Oktober, mit recht guter Haltbarkeit.

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Adersleber Calville

Deutschland um 1830, recht grosser hellgelber Apfel, Ernte Oktober mit               
Haltbarkeit bis Januar. LeichtesGewürz, gute regelmässige Erträge, kaum
alternierend. Zu gebrauchen als Tafelapfel, für die Küche und Süssmost.
Frühe, hohe Erträge ! der Marssonina Pilz befällt diese Sorte erst spät im Herbst sodass die Ausfälle gering bleiben!

AkeröAkerö

Sehr alte schwedische Sorte, schöne hochgebaute Früchte von sehr gutem Geschmack. Tafelfrucht, auch für Süssmost, Reife im September, KEIN Lagerapfel! Ertrag alternierend.

AlantapfelAlantapfel

Sehr alte Sorte aus vermutlich Norddeutschland, hübscher rotgestreifter, länglicher Apfel. Gute Geschmacksqualität, Erträge mittelhoch und wenig alternierend. Ernte Oktober, hält sich gut bis Dezember. Tafelapfel, geeignet für sortenreinen Brand.
Sehr wenig anfällig gegenüber der Marssonina Krankheit !

AlkmeneAlkmene

Deutschland 1930. Aromatischer Tafelapfel, hohe, frühe, regelmässige Erträge. Reift im September und hält sich etwa einen Monat. Sehr guter Tafel – und Küchenapfel. Mittlere Anfälligkeit für Marssonina.
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Allen`s Everlasting

sehr alte und leider auch seltene Sorte, vermutlich in Irland entstanden.
Robust und pflegeleicht, Massenträger und dadurch etwas alternierend.
Die Früchte sind klein, etwas schief, fest und von sehr gutem Geschmack.
Spätreifend  und windfest, nicht für Höhenlagen. Bäume bilden dichte,
kleinbleibende Kronen.
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Angeliter BorsdorferAngeliter Borsdorfer

Alte Sorte aus Norddeutschland. Ausgezeichneter Tafelapfel, hellgelbe Grundfarbe mit hübscher Rötung, auffallend plattförmig. Hält sich nach der Ernte etwa einen Monat lang dürfte auch interessant für Saft und Destillat sein. September / Oktober. Sehr geringe Anfälligkeit für Marssonina.

Apfel von der Alten Schule

Die Sorte wurde in Meldorf/Dithmarschen gefunden, also in Norddeutschland.
Ein hübscher, festfleischiger und recht aromatischer Apfel, breit anbaufähig da
die Bäume sehr gesund sind. Etwas verzögerter Ertragseintritt, dann aber
regelmässig mittelhoch. Zeigt kaum Marssonina Befall !

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BaldwinBaldwin

Alte amerikanische Sorte, noch ohne Golden Delicious Gene ! Noch vor 50 Jahren wegen guter Haltbarkeit verbreitet angebaut. Grosser Tafelapfel, hellgrün mit dunkler Rötung, festfleischig bei hohem Zuckergehalt, Ertrag auch als Hochstamm früh und reich, aber alternierend. Oktober bis Februar. Leider ist die Marssonina Anfälligkeit dieser Sorte sehr hoch so dass ein Anbau nur noch Spezialisten empfohlen werden kann.

BeffertapfelBeffertapfel

Sehr alte schweizer Lokalsorte, eine der wertvollsten Sorten was ihre Inhaltsstoffe anbelangt! Bäume sind früh im Ertrag, sehr fruchtbar und mit ausgeprägter Alternanz. Früchte hübsch rot gestreift, sehr festfleischig. Gerbstoffbetonter Geschmack, als Tafelapfel möglich, sehr gut für Apfelwein und Küche. Früchte von jungen Bäumen recht gross. Die Bäume werden sehr gross und erreichen ein hohes Alter, dann sind die Früchte klein. Ernte spät im Oktober, Haltbarkeit bis Februar. Pflegeleicht und robust, wegen später Blüte etwas Feuerbrand möglich, den die Bäume aber in der Regel selbst abblocken !
Sehr wenig anfällig gegenüber der Marssonina Krankheit !

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Belle de Pontoise

alte französische Sorte die durch ihre Robustheit auffällt.
Sehr starker Wuchs, die Früchte sind attraktiv, gut haltbar
und sehr gross. Die auffallend starke Belaubung ist nicht
anfällig gegenüber Marssonona Krankheiten.

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Belle Fille de Salins

alte Sorte  die ursprünglich aus dem französisch - schweizerischen
Grenzgebiet stammt. In Frankreich stark verbreitet. Sehr gesunde
Bäume, kaum Anfällig für Marssonina, sehr starker Wuchs.
Früchte sehr schön gefärbt, von guter Qualität, und bis Februar haltbar.
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Belle Fleur von Brabant

eine alte Sorte aus Belgien deren Wert immer mehr geschätzt wird.
Die Bäume sind sehr gesund, auch kaum Marssoninabefallen.
Die Früchte sind hübsch gefärbt, mittelgross, von guter Qualität und
bis Februar haltbar.
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Biesterfelder ReinetteBiesterfelder Reinette

Um 1905 entstanden, sehr guter Tafelapfel. Qualitativ dem leider krankheitsanfälligen Gravensteiner völlig ebenbürtig. Grosse attraktive Früchte, Ertrag früh, gut, etwas alternierend. Herbstsorte, Ernte September, hält sich etwa 4 Wochen. Mittlere Marssonina Anfälligkeit.

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Blutapfel

sehr alte Sorte unbekannter Herkunft, die Sorte ist im deutschsprachigen
Raum nur vereinzelt anzutreffen und scheint in Norddeutschland häufiger
verbreitet als anderswo. Die Bäume fallen durch starken Wuchs und gesunde
Belaubung auf, die Anfälligkeit für Marssonina ist höchstens mittelhoch.
Die Früchte reifen ab Ende September und sind von ansprechender Grösse und Form, besonders interessant ist dabei die starke Rotfärbung des Fruchtfleisches. Auch Blüten und junge Blätter sind rot. Sehr zierend, sehr robust, sehr gut für grosse Baumformen geeignet!


Bohnapfel

der "Grosse Rheinische Bohnapfel", in der Schweiz als "Grauer Bohnapfel"
bekannt, ist eine wertvolle, vielseitig verwendbare alte Sorte. Daraus
entstand der "Rote Bohnapfel / Mautapfel" als optisch ansprechender und
grosser  Wintertafelapfel mit festem Fleisch und hohem Vitamin C Gehalt.
Der Befall durch Marssonina Coronaria ist sehr uneinheitlich, von schwach
bis sogar sehr hoch !

Brettacher

Sorte um 1908 entstanden, sehr grosse glattschalige und schöne Früchte mit
ausgezeichneter Haltbarkeit bis April. Ertragreich. Wenig Schnittaufwand nötig.
Etwas wenig Aroma aber saftig, geeignet für Verkauf und Küche. Die Bäume werden mitunter sehr stark durch die Marssonina Krankheit befallen, können aber in rauheren Lagen (Schwäbische Alb) durchaus befallsfrei bleiben!

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Cavalle

nur lokal bekannte Sorte aus der französischen Schweiz. Bäume sehr gesund
und mit auffallend starken Blättern. Die mittelgrossen Früchte sind gelb, stark
goldbraun berostet mit wenig roter Deckfarbe. Fleisch fest und mit guter Säure.
Für alle Verwertungen geeignet. Spätherbstapfel ohne Marssoninabefall.

Charles Ross

alte englische Sorte die leider stark in Vergessenheit geraten ist. Die
Bäume sind sehr gesund, fruchtbar und leicht zu formieren. Rascher
Ertrag an den kräftigen zweijährigen Trieben. Die Früchte sind meist sehr
gross, gut gefärbt und schmecken sehr gut. Reifezeit Ende Sept bis Oktober.
Kaum Marssoninabefall !

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Cilander

wenig verbreitete Lokalsorte aus dem schweizer Rheintal die an allen bisher
bekannten Standorten durch regelmässige gute Erträge und sehr gesunde
Bäume auffällt. Die Früchte sind mittelgross und auf grüner Grundfabe stark
rot gestreift. Festfleischig und angenehm im Geschmack mit sehr guter
Haltbarkeit bis etwa Februar. Sehr gesunde Belaubung und kaum anfällig für
Marssonina Pilze.

Cornish AromaticCornish Aromatic

Sehr alte englische Sorte, Früchte sehr ansprechend gefärbt, meist mittelgross, sehr guter Tafelapfel, auch für Küche und Süssmost geeignet. Oktober bis Dezember. Leider anfällig für Marssonina Pilze, entsprechende Lagen meiden !

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Dithmarscher Paradiesapfel

sehr alte Sorte aus Norddeutschland. Kräftig wachsende Bäume mit recht
ausgeglichenen mittelhohen Erträgen. Die Äpfel sind meist gross, hochgebaut,
weissgelb und lebhaft gestreift. Sehr guter Geschmack. Ernte ab September,
Haltbarkeit in nördlichen Anbaugebieten und Höhenlagen bis Dezember, im
Süden deutlich begrenzter.

Doktor Seelig`s OrangenpeppingDoktor Seelig`s Orangenpepping

Alte deutsche Sorte die keine grosse Verbreitung gefunden hat. Sehr grosse, einfarbig gelbgrüne, flachrunde Früchte mit Lentizellenberostung. Tafelapfel mit sehr hohem Zuckergehalt und gutem Aroma. Es gibt verschiedene Spielarten davon, die uns bekannte ist sehr wenig Krankheitsanfällig und alterniert nicht. September bis Oktober. Sehr robust gegenüber Marssonina Befall !

Egremont RussetEgremont Russet

Der Zusatz Russet sagt es schon aus: grosse teile der Früchte sind braun berostet. Es handelt sich hier um eine alte, hochfeine Tafelsorte die hohe Erträge bringt. Charakteristisch für diese Sorte ist auch die äusserst variable Fruchtform. Dürfte auch interessant zur Kelterung und als Destillat sein. Oktober bis Januar.
Leider sind die ansonsten robusten Bäume anfällig für Marssonina Blattfall;
entsprechende Lagen sind zu meiden !

Exeter CrossExeter Cross

Alte englische Sorte, roter flachgebauter und sehr früh reifender Tafelapfel. Reift oft schon im Juli! Gute, regelmässige Fruchtbarkeit. Robust gegenüber der
heimtückischen Marssonina Blattfallkrankheit.

Feuerroter TaubenapfelFeuerroter Taubenapfel

Eigentlich Ildrod Pigeon aus Dänemark, sehr alte Sorte. Sehr schön und von guter Tafelqualität. Gesunde Bäume mit frühem , aber alternierenden Ertrag, September / Oktober. Geringe Marssonina Anfälligkeit.

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Forellenreinette

eine sehr alte und seltene Sorte. Der Baum bildet eine wenig verzweigte, lichte
Krone, die Erträge sind dabei regelmässig mittelhoch. Die Äpfel schmecken
sehr gut, sind festfleischig, saftig und aromatisch. Die Optik erinnert an die
Karmeliter Reinette. Eine wertvolle und kaum krankheitsanfällige Sorte mit
guter Haltbarkeit.

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Galloway PeppingGalloway Pepping

Alte schottische Sorte, einfarbig gelb, von jungen Bäumen gross, später klein. Massenträger, alternierend. Geeignet als Tafelapfel, September bis Oktober.
Die Anfälligkeit gegenüber Marssonina variiert sehr stark und ist in Höhenlagen geringer.

George Cave

George Caveursprünglich englische Sorte, bevorzugen Sie die deutsche rote Mutante „ Aldinger`s Georg Cave“ – Frühapfel von ausgezeichneter Qualität und Farbenpracht, etwas alternierender Massenträger. Sollte mehrmals überpflückt werden, Ernte ab Juli bis Ende August möglich. Guter Tafel – und Küchenapfel. Könnte auch als Reindestillat interessant sein ! Sehr stark variierende Ergebnisse in der Marssonina Erfassung !

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Glogierowka

Die Sorte stammt aus dem Baltikum und ist in Mitteleuropa nur wenig verbreitet.
Meist wird sie unter der verwirrenden Bezeichnung Litauischer Pepping
angeboten, obwohl die Früchte mit einem Pepping kaum etwas zu tun haben. Die Bäume sind allgemein gesund, früh und reich tragend.
Die Früchte sind gross, glattschalig, attrakiv. Im Baltikum haben die Früchte eine Haltbarkeit die sie in Mitteleuropa niemals erreichen. Hier ist Glogierowka ein Herbstapfel, für kurze Zeit ein guter Tafelapfel, dann rasch abbauend. Die Sorte ist aber interessant wegen ihrer Robustheit, Ertrag
und Höhentauglichkeit. Bisher kaum Marssonina festgestellt.

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Goldreinette von BlenheimGoldreinette von Blenheim

Sehr guter, aromatischer , alter englischer Tafel – und Küchenapfel. Früchte sehr gross, ansprechende Optik. Diese Bäume werden sehr gross und brauchen entsprechend Platz, die Erträge sind regelmässig mittelhoch setzen aber später ein als bei anderen Sorten. Hält sich von Oktober bis Dezember.
Stark variierende Ergebnisse in der Marssonina Erfassung lassen keine endgültige Klassierung zu.

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Grosiapfel

alte, leider nur noch wenig bekannte Sorte aus der Schweiz. Die Bäume bringen
ansehnlich grosse Früchte und alternieren nur wenig. Kaum anfällig für Schorf
und Mehltau. Guter Süssapfel mit sehr wenig Säuregehalt, geeignet für Allergiker.
Reifezeit je nach Lage in September bis Oktober.

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Hildesheimer GoldreinetteHildesheimer Goldreinette

Sehr grosser Tafelapfel, ausgesprochen vitale und fruchtbare Bäume. Früchte gelbgrün mit etwas düsterer Deckfarbe, sehr gutes Aroma. Zu verbrauchen von Ende September bis November. Sehr wenig anfällig gegenüber Marssonina !

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HordapfelHordapfel

Alte schweizer Regionalsorte, kleine rotgestreifte Früchte, Bäume sehr fruchtbar , regelmässige hohe Erträge. Sehr guter Kelterapfel auch für Süssmost geeignet.
Die Bäume gelten als sehr feuerbrandtolerant. Ausgeprägt „hängender“ Wuchs. Reife im Oktober. Wenig anfällig für Marssonina Pilzkrankheiten.

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Jelmini

seltene, kaum bekannte Sorte aus der Schweiz. Sehr schöne Früchte
mit Tafelqualität, aber auch gut für Most und Cidre. Die Bäume sind
robust und fruchtbar, nur gering anfällig für Marssonina. Später Austrieb.
Ernte ab Ende September, haltbar ohne Kühlung bis November.

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Joseph MuschJoseph Musch

Alte Sorte aus Belgien, sehr schöne und aussergewöhnlich grosse Äpfel, als Tafelapfel und für die Küche geeignet. Die Bäume zeigen guten Wuchs bei hoher Fruchtbarkeit. Oktober bis Dezember haltbar. Sehr gesunde Bäume, kaum anfällig
für Marssonina !

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Julienne

hinter diesem hübschen Namen verbirgt sich eine interessante alte Sorte aus
der Bretagne. In Textur und Geschmack ist sie der bekannten, aber krankheits-
anfälligen Goldparmäne ähnlich.Die Bäume erscheinen robust, wüchsig und
kaum anfällig gegenüber Marssonina, die Fruchtbarkeit setzt früh ein. Eine echte Alternative für Selbstvermarkter wo Goldparmäne ausfällt.

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Kanada Reinette

auch dies eine alte Sorte, einst weit verbreitet. Heute noch in ganz Europa
da und dort vorkommend. Grosse, zur Reife gelbrau gefärbte Früchte mit
deutlichen Rostspuren. Süsslich aromatisch, gute Qualität. Auffallend gesunde
Belaubung, sehr wenig Marssonina anfällig. Erträge verzögert einsetzend und
dann regelmässig mittelhoch.

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Kardinal BeaKardinal Bea

Sorte um 1930 entstanden, sehr schön gefärbte Äpfel, von warmen Lagen schmecken sie hervorragend. Guter Tafelapfel, auch für Süssmost. Ernte im September und etwa 3- 4 Wochen haltbar. Alternierende Erträge. Marssonina Befall gering bis mittelhoch.
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Keepsake

neuere Sorte aus Minnesota, entstanden aus der gezielten Kreuzung
zweier alter amerikanischer Sorten ohne Golden Delicious Abstammung.
Spät reifender, lange haltbarer, mittelgrosser Apfel. Zur Genussreife ab
Dezember hübsch rot mit vielen Rostspuren. Festfleischig, süss, aromatisch.
Ausgezeichnete Qualität. Nicht für Höhenlagen geeignet.

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Lady SudeleyLady Sudeley

Alte englische Frühsorte, grosse farbenprächtige Früchte, gute Qualität für eine so früh reifende Sorte. Bringt regelmässige hohe Erträge ohne hohen Aufwand! Juli / August. Marssonina Befall tritt erst spät im Herbst auf, deshalb kaum Ausfall!

Langsüsser

Lokalsorte aus Norddeutschland, schön gefärbte Früchte, hervorragender
süsser und aromatischer Geschmack mit gutem Biss. Der Baum zeigt gesunde
Belaubung und frühen Ertrag. Sehr wenig Marssonina Befall !

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Leuenapfel

Dies ist eine alte, wenig verbreitete Apfelsorte, ursprünglich aus der
Zentralschweiz stammend. Ergibt sehr grosse und langlebige Bäume.
Massenträger mit kleinen platten Äpfeln. Grüne Grundfarbe mit roter
Deckfarbe und deutlicher Streifung. Süss, sehr stark Polyphenolhaltig.
Wertvolle Sorte, zum Essen und Saften. Kaum Marssoninabefall!

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LunaLuna

Eine der wenigen wirklich überzeugenden neuen Sorten aus Tschechien. Derzeit noch Schorfresistent. Guter gelber Tafelapfel mit regelmässigen Erträgen, klein bis mittelgross. Könnte auch interessant sein zur Herstellung sortenreiner Säfte und Brände. Sehr anfällig für Marssonina Krankheit - gefährdete Lagen meiden !

Madame Lesans CalvilleMadame Lesans Calville

Alte französische Sorte, grosser hellgelber , schöner Tafelapfel, melonenartiges Aroma. Gute, meist gleichmässige Erträge. Reife Sept. / Okt. Etwa vier Wochen haltbar. Sehr robuste gesunde Bäume, kaum anfällig für Marssonina ! Es existiert
auch eine spätreifende und haltbarere Form dieser Sorte, sie ist ebenso selten.

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Marbré de WatervlietMarbré de Waterville

Alte, vermutlich belgische Sorte, Tafelapfel mit sehr schön gefärbten Früchten. Gute Geschmacksqualität, alterniert kaum. Oktober bis Januar. Befall durch Marssonina als gering bis mittelhoch eingestuft.

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Michel Tiphaigne

Alte bretonische Sorte, seit einigen Jahren in der Schweiz im Probeanbau.
Robust, wüchsig, spätblühend und kaum anfällig für Marssonina. Früchte
hübsch gefärbt, mittelgross, Lentizellen berostet.
Hoher Gehalt an Polyphenolen und Bitterstoffen machen
die Sorte für die Cidreproduktion interessant.
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Muolener Rosen

Muolener Rosen(Muolen = Altdeutsch für Mühle), schweizer Lokalsorte aus dem Dorf  Muolen. Alte Sorte, gibt sehr grosse kräftige Bäume. Sehr fruchtbar, grosse Äpfel mit schöner Färbung, alternierender Ertrag. Zum richtigen Erntezeitpunkt Anfang Oktober auch Tafelapfel, hervorragend für Apfelmus, sehr gut für Süssmost. Pflegeleicht und sehr gut schüttelbar. Kaum anfällig für Marssonina ! Wie wertvoll diese Sorte ist zeigte
sich 2017 wo grossflächig schwerste Schäden durch Blütenfrost aufgetreten sind.
An verschiedenen Standorten brachten einzig Muolener Rosen einen Vollertrag!
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Nathusius TaubenapfelNathusius Taubenapfel

Alte, wenig bekannte Sorte mit sehr attraktiven, grossen Früchten. Guter Geschmack, alternierender Massenträger. Hält sich von Oktober bis Januar und ist sehr geeignet für Frischverkauf und Destillat. Leider stark anfällig für Marssonina, gefährdete Lagen sind zu meiden.
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Neuer Englischer Pigeon

sehr alte Sorte die auch unter den Namen "Jungfrauenapfel" und "Virgin Red"
etwas verbreitet war. Heute ist die Sorte nur sehr schwer zu finden. Die Früchte
sind attraktiv, glattschalig, mittelgross und fast walzenförmig. Sehr süss !
Die Bäume sind auffallend gesund, Schorf - und Marssoninabefallsfrei. Wegen
sehr sparrigem Wuchs aber schwierig in eine gewünschte Form zu bekommen.

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Oregon

wenig verbreitete alte Sorte aus Übersee. Ursprünglicher Name eigentlich Orenco.
Sehr pflegeleicht, ertragssicher, späte Ernte schränkt Anbau in Höhenlagen ein. Sehr guter festfleischiger Tafel - und Kelterapfel mit Haltbarkeit bis März.
Trotz aller Vorteile leider sehr stark anfällig für Marssonina, gefährdete Lagen
meiden.

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Plymouth Cross

eine alte englische Frühsorte die im restlichen Europa nahezu unbekannt
geblieben ist. Die Bäume sind gesund, fruchtbar (alternierend) und von
starkem Wuchs. Farbenprächtige mittelgrosse Früchte, saftig, angenehm
säuerlich und im August reifend. Marssonina Anfälligkeit sehr variabel.

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Pouzaraque

diese alte Sorte wurde nie ausserhalb Frankreichs kultiviert, obwohl
deren Früchte durch attraktive Form,Färbung und guten Geschmack
zu überzeugen wissen. Die Pouzaraque Bäume fallen durch kräftigen,
gesunden Wuchs auf und besonders interessant ist dabei die sehr
geringe Anfälligkeit gegenüber den üblichen Pflanzenkrankheiten,
sowie der früh einsetzende hohe Ertrag. Marssonina Anfälligkeit variabel.

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Prinz Albrecht von PreussenPrinz Albrecht von Preussen 

Alte, wenig anspruchsvolle Sorte die schnell gute Erträge bringt. Eignet sich für Frischverkauf und Süssmost. Marssonina Befall hoch, dies bedeutet dass die Sorte lediglich noch in klimatisch etwas kühleren Anbaulagen zufriedenstellen wird.

Purpurmantel

PurpurmantelNeuere, wenig bekannt gewordene Sorte mit sehr hoher Fruchtbarkeit, kaum alternierend. Tafelapfel der sich gut bis Februar hält, sehr schön gefärbt, eignet sich auch für die Apfelweinherstellung. Wegen hoher regelmässiger Erträge und schöner Optik unbedingt empfehlenswert. Sehr stark variierende Ergebnisse in der
Marssonina Erfassung lassen keine endgültige Klassierung zu.

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Purpurroter Zwiebelapfel

sehr alte Sorte unbekannter Herkunft die aber besonders in Teilen
von Baden Württemberg, Elsass und der nördlichen Schweiz vereinzelt zu finden ist. Bäume mit sehr gesunder Belaubung und äusserst geringer Marssonina - Anfälligkeit. Die Früchte sind mittelgross, fast völlig dunkelrot gefärbt, mit auffälligen Lentizellenpunkten und leichter Bereifung. Glattschalig. Erträge setzten früh ein und sind ziemlich regelmässig.
Ernte im Oktober mit recht guter Haltbarkeit der Früchte
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Reale d`Entraygues

aus dem unerschöpflichen Fundus an guten Sorten aus Frankreich
ist uns diese alte Sorte aufgefallen. Hübsche, höchstens mittelgrosse
Früchte. Sehr guter Geschmack, festfleischig und gut haltbar. Geringe
bis mittlere Anfälligkeit für Marssonina, sonst robust. Sehr guter Tafel -
und Süssmostapfel.

Rechberghausner

süddeutsche Lokalsorte, wenig bekannt. Sehr guter Herbstapfel, grosse, recht attraktive Früchte mit gutem Geschmack. Fruchtbar und auch höhentauglich.

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Reder`s Goldreinette

wenig verbreitete alte Sorte mit gutem Geschmack. Die Bäume zeigen
höchstens mittelstarken Wuchs aber fallen durch ihre starke und gesunde
Belaubung auf. Reift bereits ab September und ist nur kurz haltbar. Die
Früchte sind ansprechend gefärbt, höchstens mittelgross. Höhentauglich.
Bisher kaum Marssoninabefall festgestellt.

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Reinette Bergamotte

eine geheimnisumwitterte alte Sorte um die sich zwar viele Legenden
ranken, die aber trotzdem extrem selten geworden ist. Sicher ist, dass dieser Apfel auf den Russischen Züchter Ivan Mitschurin zurückgeht indem er ein Sämlingsreis auf Wildbirne pfropfte. Er war überzeugt dass diese Kombination die neue Sorte einzigartig machen würde. Es ist denn auch ein Apfel besonders für Liebhaber des Speziellen geworden. Die Früchte sind gross, kugelig, mit aufgesetztem knopfigem Stiel, gelbgrün bis strohgelb. Geschmack säuerlichsüss, etwas an Zitrone erinnernd. Die Bäume sind sehr fruchtbar und
liefern rasch grosse Erträge. Die von Mitschurin erwähnte Haltbarkeit bis März
trifft für Mitteleuropa nicht zu, hier ist es ein Spätherbstapfel.

Reinette de France / Orleans ReinetteReinette de France / Orleans Reinette

Hochfeiner Tafelapfel, gelbrot mit brauner Berostung, mittlere Erträge. Sehr alte französische Sorte die sich interessanterweise vor hundert Jahren auch in England und Übersee etablierte, im deutschsprachigen Raum aber kaum bekannt geworden ist. Oktober – November. Sehr wenig anfällig für Marssonina !

Reinette de BretagneReinette de Bretagne

Optisch in Grösse und Aussehen dem bekannten Boskoop sehr ähnlich, fast völlig berostet. Hoher Säurepegel und hoher Vitamingehalt. Hohe Fruchtbarkeit mit regelmässigen Erträgen. Oktober – November. Ertragssicher, interessant als Tafel – und Kelterapfel. Sehr wenig anfällig für Marssonina !

Reinette des Carmes

(Karmeliter), sehr alte Sorte, robust mit gesunder Belaubung. Leider ist die
Sorte, wie so viele andere auch, in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit
geraten. Dieser gute, feste Tafelapfel verdient mehr Beachtung. Ernte im Oktober,  mit guter Haltbarkeit. Wenig Anfällig für Marssonina!

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Resi

Neuere Sorte aus dem Pillnitzer Züchtungsprogramm. Gut für grosse
Baumformen geeignet, da robust und pflegeleicht. Die Früchte sind klein
aber zierend. Als Tafeläpfel beliebt wegen Aussehen und erfrischendem Geschmack. Auch zur Kelterung geeignet. Reift je nach Höhenlage schon im September und ist ohne Kühlung nur etwa drei Wochen haltbar. Zeigt kaum Marssoninabefall!

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Roter AusbacherRoter Ausbacher

Wenig bekannte alte Sorte mit wunderschön gefärbten Früchten die sich für alle Zwecke verwenden lassen. Pflegeleichte, sehr fruchtbare Bäume. Ernte Oktober, Haltbarkeit nicht geprüft. Sehr gesunde Belaubung, wenig Befall durch Marssonina.

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Roter Chläfeler

legendäre alte Lokalsorte aus der Schweiz. Auffallende Kuriosität
durch ihre spezielle langkonische Form und rotes, süsses Fruchtfleisch.
Robuste Bäume mit etwas schwachem Wuchs, fruchtbar, etwas alternierend.
Kaum anfällig gegenüber Marssonina. Reift im September und muss rasch
verbraucht werden.

Roter Herzapfel

sehr alte Sorte, ursprünglich aus Hessen und dort kaum mehr bekannt.
Neuerdings wird die Sorte in der Schweiz vermehrt berücksichtigt da die
Bäume sehr robust und pflegeleicht sind und die Früchte durch ihre besonders schöne Färbung ( und den Namen !) immer Käufer finden. Die Sorte kann optisch durchaus mit dem "Roten Eiser" verwechselt werden, reift aber bereits im September. Für Anbau in Höhenlagen sehr geeignet. Die Resultate der
Marssoninaerfassung sind sehr unterschiedlich.

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Roter Lederapfel

seltene Lokalsorte aus der Schweiz. Einer der interessantesten Vertreter
aus der Gruppe der stark berosteten Äpfel. Hoher Anteil an roter Deckfarbe.
Gesunde Bäume, Früchte mittelgross mit gutem Aroma. Erst im Oktober zu
ernten, dann erreichen die Früchte sehr gute Tafelqualität. Bislang kein Befall
durch Marssonina Coronaria festgestellt.

Roter Winterpison

Die Sorte stammt aus Norddeutschland, wo sie auch noch recht häufig
angebaut wird. Sehr robuste und gesunde Bäume, starker Wuchs und
etwas verzögerter Ertragseintritt. Die Früchte sind fast walzenförmig,
glattschalig und wunderschön gefärbt ; festfleischig und süsslich. Nicht
sehr saftig, aber gut. Hält sich bis in den Januar ohne zu welken.
Zeigt kaum Marssoninabefall.

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Ruggine del Piemont

wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine alte
Sorte aus Italien. Gesunde Bäume mit hellschimmernden, kleineren,
aber kräftigen Blättern. Die Früchte sind ähnlich dem Boskoop, fast völlig
grünbräunlich berostet. Das Fleisch ist fest und süsslich, guter Apfel für
Tafel und Küche.

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Safran PeppingSafran Pepping

Alte russische Sorte, sehr robust. Früchte optisch sehr ansprechend. Etwas wenig Geschmack, regelmässige, gute Erträge. Interessant wegen Ertragssicherheit. Tafel – und Saftapfel. September. Wird stark von Marssonina befallen.

SaturnSaturn

Neuere englische Sorte, länglicher roter Tafelapfel, vorwiegend süss bei festem Fleisch. Gute frühe Erträge, kaum Alternanz. Ende Sept – November.
Marssonina Befall leider stark, somit nicht mehr für alle Anbaulagen geeignet.

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SattlerapfelSattlerapfel

Alte österreichische Lokalsorte, hübscher Apfel, klein bis mittelgross, ab Baum festfleischig und mit gutem Geschmack. Für alle Zwecke. Sehr fruchtbar. Bäume zeigen hängenden Wuchs. September/ Oktober, hat leider eine erhöhte Anfälligkeit
gegenüber der Marssonina Krankheit und ist deshalb besser für Höhenlagen
geeignet.


Schneiderapfel

in der Schweiz verbreiteter Kelterapfel mit guten Inhaltswerten. Sehr starkwüchsig,
ergibt riesige Bäume die bis ins hohe Alter vital bleiben. Früchte gross, hellgelb mit
sonnseitiger Rötung. Als Stammbildner für Hochveredelungen etwas problematisch
da der Schneiderapfel immer wieder durchtreibt und die gepfropfte Sorte erdrückt. Marssoninabefall meist nur gering.

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Seefelder Postapfel

wenig bekannte Sorte aus Norddeutschland. Gesunde Bäume mit schönem
Wuchs, leicht formierbar. Die Früchte sind recht gross und sehr attraktiv mit
sehr gutem Geschmack, vorwiegend süss.Typische Herbstsorte, also zum
raschen Verbrauch bestimmt. Sehr robust gegenüber der Marssonina Krankheit.

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Seestermüher Zitronenapfel

alte Sorte aus Norddeutschland, mittelgross, gelbgrün. Ist festfleischig,
saftig mit gutem Geschmack. Die Bäume sind allgemein wenig anfällig
für die gängigen Krankheiten. Bei besonders schlechter Witterung zur
Blütezeit treten allerdings öfters Schäden durch Blütenbrand auf.
Marssonina bislang kaum festgestellt.

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Roter SauergrauechRoter Sauergrauech

Schweizer Regionalsorte, schöne mittelgrosse Früchte mit typischer Bereifung. Bäume bleiben bis ins hohe Alter vital und fruchtbar. An zusagenden Standorten gute und regelmässige Erträge. Verwendung als Tafelapfel, sehr guter Kelterapfel und für Süssmost. Marssonina Anfälligkeit mittelhoch.
Erntezeitpunkt variiert jährlich, je nach Behang von Ende September bis November!
Richtiger Erntezeitpunkt für Qualität entscheidend!

Reinette de BoisReinette de Bois

Ursprünglich amerikanische Sorte die Verbreitung in Frankreich und der Schweiz gefunden hat. Bäume bestechen durch schönen Wuchs und sehr früh eintretende Fruchtungstendenz. Hohe, regelmässige Erträge! Grosser, einfarbig grüner Apfel mit gutem Zuckergehalt. Ernte Mitte Oktober, hält sich bis Januar. Verwendung als Tafelapfel und für Süssmost. Wenig anfällig für Marssonina !

Sommerkalvill / Callville d`été

sehr alte Sorte unbekannter Herkunft die leider kaum mehr aufzufinden
ist und kaum einmal beschrieben wurde. Gesunde, starkwüchsige Bäume
die trotzdem regelmässige und frühe Erträge bringen. Schöne, sehr grosse
und gute Septemberäpfel die rasch verbraucht werden müssen.

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SpartanSpartan

Bekanntere kanadische Sorte, dunkelrot, ansprechend. Tafelapfel und auch Mostapfel mit hoher Ausbeute. Auch als Hochstamm kommt die Sorte früh in Ertrag bei genügend Wuchsstärke. Wenig alternierend. Oktober bis längstens Januar haltbar. Wenig Säure. Mittlere Marssonina Anfälligkeit.

Spätblühender TaffetapfelSpätblühender Taffetapfel

Alte Sorte mit hellgelben, leicht rosagefärbten kleinen flachrunden Früchten. Regelmässiger Träger. Fleisch nicht oxydierend. Geht als Tafel- und Mostapfel, sehr geeignet für Strudel
(weissbleibend !) Ernte ab September, hält sich maximal bis Dezember. Braucht sonnige Lagen. Wenig Anfällig für Marssonina Pilze.

Stina LohmannStina Lohmann

Aus Norddeutschland stammende und dort noch sehr beliebet alte Sorte mit guter Fruchtqualität. Wenig anfällig und gute Haltbarkeit von Oktober bis mindestens Januar.
Für Tafel, Kelterei und Küche gut geeignet. Geringe bis mittlere Anfälligkeit für Marssonina.

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Süsskant

Eine neue Sorte aus der Schweiz, starkwüchsig mit auffallend gesunder Belaubung.
Die Früchte sind durchwegs gross, glattschalig, zur Reife leuchtend gelb.
Fleisch fest und saftig, Reifezeit Ende September, 1 Monat haltbar.
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Suzette

sehr alte und seltene französische Sorte mit ansprechendem Namen.
Der Baum ist gesund, wüchsig und fruchtbar. Die Früchte klein,
plattrund, zur Reife attraktiv gefärbt, auch mit Rostzeichnungen.
Festfleischig, ausgewogen, kräftig aromatisch. Reift sehr spät und ist
daher nur für beste Anbaulagen geeignet. Ernte Anfang November und
erst nach Lagerung sehr gut für alle Zwecke!
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Tardive de Grosmagny

alte französische Sorte deren Wert erst in den letzten Jahren wieder
vermehrt erkannt wurde. Sehr gesunde und robuste Sorte, auch gegenüber
der neu auftretenden Marssonina Krankheit. Gute Fruchtbarkeit, grosse Früchte. Von sonnigen Standorten gibt es sehr attraktive Früchte zu ernten.
Haltbarkeit noch nicht geprüft, sie entspricht aber keinesfalls den
Angaben aus Frankreich.

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Titane

Dies eine Neuheit aus Frankreich, wobei sich der Name nicht auf die
Fruchtgrösse bezieht sondern auf die ungeheure Fruchtbarkeit der Bäume.
Diese sind sehr gesund und werden aufgrund der frühen und grossen
Erträge nicht sehr gross. Die Früchte sind sehr ansprechend, höchstens
mittelgross und zuckersüss. Es ist dies ein Herbstapfel der sich nicht
über Oktober hinaus lagern lässt. Dass die Sorte nicht die gängige
problematische genetische Abstammung aufweist macht sie besonders interessant.

UsterapfelUsterapfel

Ist eine sehr alte schweizer Regionalsorte ohne Säure. Einer der wichtigsten Wiedereinstiegsäpfel für Allergiker, wird in der Regel immer gut vertragen. Ernte im September und nur etwa drei Wochen haltbar. Überpflückung ratsam. Verkocht nicht ! Süssmost davon ist eine Spezialität. Mittlere Marssonina Anfälligkeit.

Vérité

Die Sorte stammt aus Frankreich und war dort schon vor 1900 bekannt.
Die Früchte sind plattrund, recht gross und zur Reife sehr schön gefärbt.
Gesunde, fruchtbare Bäume, wenig krankheitsanfällig und im Ertrag
wenig alternierend. Sehr gut für alle Verwendungen, Ernte im Oktober,
hält sich gut bis März. Kaum anfällig für Marssonina !

Weigelt`s ZinszahlerWeigelt`s Zinszahler

Hübscher kleiner Tafelapfel von sehr guter Geschmacksqualität, bringt rasch Erträge. Auch gut für Süssmost, könnte als Reindestillat spannend sein. Wird sehr stark von Obstmade heimgesucht. Reife im Oktober, wenig Marssoninabefall !

WildmuserWildmuser

alte schweizer Regionalsorte. Gesunde Bäume mit typischem Trauerweidenhabitus. Nach einem Aufbauschnitt muss nur noch abgetragenes Holz entfernt werden.
Bei richtigem Schnitt hohe und regelmässige Erträge. Hübscher Apfel, guter Geschmack. Eignung als Tafelapfel und Mostapfel. Oktober bis Dezember.
Kaum anfällig für Marssonina !

Woltmann`s ReinetteWoltmann`s Reinette

Gesunde, kräftig wachsende Bäume die rasch in Ertrag kommen und sehr grosse, attraktive Früchte hervorbringen. Tafelapfel der dem bekannteren Berlepsch sehr ähnlich ist aber weniger Krankheiten mit sich bringt. Reife im Oktober und kaum Befall durch Marssonina !


BIRNENSORTEN

Die Feuerbrandsituation in manchen Ländern und Regionen schränkt die Auswahl geeigneter Sorten ein. Bei typischen Keltersorten besteht der Nachteil , dass reife Früchte oft sofort faulen und immer rasch der Verwertung zugeführt werden müssen. An Mostbirnen sind also hauptsächlich Sorten gesucht die eine bessere Haltbarkeit aufweisen.

Ansonsten sollte auch bei den Birnen auf den Anbau schorfanfälliger Sorten verzichtet werden. Bei der Auswahl der Sorten haben wir auch die Anfälligkeit gegenüber Weissfleckenkrankheit und Birnblütenbrand berücksichtigt. Dies führt dazu dass einige weitere, sonst gute Sorten, leider nicht erwähnt werden.

Belle Angevine

sehr alte Sorte ( viele Synonyme !). Gesunde und starkwüchsige Bäume die Birnen von ungeheurer Grösse hervorbringen. Die Erträge sind dabei regelmässig mittelhoch. Die grünen, sonnenseits auch geröteten Früchte sind nicht für den Frischverzehr, gekocht und verarbeitet aber köstlich.
Ernte spät im Oktober und haltbar bis über Neujahr.

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Beurré HardyBeurré Hardy

Bekannte alte Tafelsorte die auch als Hochstamm gute Resultate bringt. Aufgrund ihres Säuregehaltes auch zur Kelterung geeignet. Reift im September und hält sich 2 Wochen ohne Kühlung.

BlutbirneBlutbirne

Sehr alte Sorte mit rotem Fleisch, kleine Früchte die sich leider nur wenige Tage halten. Robuste Sorte mit regelmässigen Erträgen, für alle Lagen geeignet. Auffallende Spezialität mit wenig Gerbstoffen, könnte auch zur Saftherstellung interessant sein. September.

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De Canto

Diese wenig bekannte Sorte stammt aus Frankreich wo sie auch nur in der
Normandie verbreitet ist. Die Bäume zeigen sehr starken Wuchs, kommen
jedoch früh in Ertrag. Das Blattwerk ist auffallend gesund. Die kupferfarbenen 
Früchte sind sehr gross, werden im Oktober geerntet und halten sich bis ins
neue Jahr ! De Canto ist geeignet für die Küche, Saft und Cidre und hat das Potential problematische (Most) Sorten im deutschsprachigen Raum zu ersetzen!

Diel`s Butterbirne

diese alte, nahezu in Vergessenheit geratene Tafelbirne ist gut für sonnige
Standorte geeignet. Die Bäume sind gesund und bleiben eher kleinkronig so dass
die grossen, teilweise sehr attraktiven Früchte leicht zu pflücken sind.
Früchte gross, zur Reife hellgelb mit kleineren Rostzeichnungen und
oft etwas rosa Deckfarbe. Geschmack recht gut, Reife im September mit einer
Haltbarkeit von maximal drei Wochen.

Doppelte PhillipsbirneDoppelte Phillipsbirne

Grosse grüne Frucht, etwas gerötet. Sehr alte Sorte mit hoher Fruchtungstendenz. Sehr saftig und durch guten Säuregehalt nicht nur für Tafel , sondern auch zur Kelterung interessant. September, 2 bis 3 Wochen haltbar.

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Duc de Bordeaux

Interessante alte Sorte - Aber es werden verschiedenste Sorten unter diesem
Namen angeboten. Die ursprüngliche und hier gezeigte Sorte besticht durch
starken gesunden Wuchs, kräftiges Blattwerk und hohe Fruchtbarkeit.
Die spät im Oktober anfallenden Birnen sind attraktiv bronzefarben. Die Essreife
beginnt ab Dezember. Hoher Gehalt an Tanninen, was die Sorte auch für die
Getränkeherstellung interessant macht.
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Fernatte d`hiver

Schweizer Lokalsorte, nur wenig verbreitet. Wertvolle Wintertafelbirne.
Vorwiegend süss, mit wenig Bitterstoffen. Im Okober zu ernten, mit einer
Haltbarkeit bis in den Februar hinein. Muss gelagert werden; ab Baum
nicht essbar. Sehr gesunde Bäume die auffallend dichte Kronen bilden.

Grand ChampionGrand Champion

Neuere Sorte mit schönem Wuchs und guten Erträgen. Etwas alternierend. Früchte fein goldgelb berostet und sehr süss. Gilt als hoch feuerbrandtolerant. Reift im Oktober und hält sich etwa 2 Wochen. Könnte auch zur Saftherstellung interessant sein.

HerbstforellenbirneHerbstforellenbirne

Sehr schöne und gute alte Tafelbirne. Guter regelmässiger Ertrag, vom Hochstamm sind die Früchte höchstens mittelgross. Hält sich etwa einen Monat. Ernte im Oktober. An sonnigen Standorten pflegeleicht und gute Fruchtqualität.

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Josephine de Malines / Josephine von Mechelen

sehr alte, früher weit verbreitete gute Tafelbirne. Ernte im Oktober und bis
Dezember haltbar. Mittelgross, kreiselförmig, grüngelb mit Rostzeichnungen,
ausgezeichneter Geschmack. Typischer trauerweidenförmiger Wuchs,
deshalb vorzugsweise als Kronenveredelung anwenden.

Lübecker PrinzessinbirneLübecker Prinzessinbirne

Sehr früh reifende Sommersorte mit farbenprächtigen länglichen Früchten. Fruchtbarkeit setzt früh ein und ist hoch und regelmässig. Nachteilig ist die kurze Haltbarkeit. Richtiger Erntezeitpunkt ist für Fruchtgüte entscheidend.

Madame FavreMadame Favre

Sehr alte französische Sorte, kugelig, grün, schwer, saftig, gutes Aroma. Sehr pflegeleichte und ertragreiche Sorte für Tafel und Verwertung. Diese Sorte verdient viel mehr Beachtung!

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Madame Treyve

Diese alte Sorte aus Frankreich ist im deutschsprachigen Raum nur sehr
selten zu finden.Es handelt sich hierbei um eine Tafelfrucht von ausgezeichneter
Geschmacksqualität.Die Früchte sind gross, zur Reife im September aufgehellt grün und sehr saftig. Fruchtbar, pflegeleicht und sehr gut für grosse Baumformen geeignet.

Marguerite MarillatMarguerite Marillat

Herrliche alte Tafelsorte, grosse, wunderschöne Früchte, süsser Geschmack, Ernte im August, hält sich bis zu 3 Wochen. Hat etwas Vorerntefruchtfall; richtiger Erntezeitpunkt ist wichtig.

PetersbirnePetersbirne

Kleine , leuchtend gelbrote Früchte von ausgezeichnetem Geschmack charakterisieren diese alte Sorte. Reifezeit im August mit einer Haltbarkeit von 3 Wochen. Diese Sorte ergibt auch ein sehr gutes Destillat.

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Prodige

diese wenig bekannte alte Sorte stammt aus der französischen Schweiz,
wo sie gelegentlich an alten Bäumen anzutreffen ist. Robuste Bäume
von ungeheurer Fruchtbarkeit. Die Birnen sind klein bis mittelgross, bei
grüner Grundfarbe mit teilweise ansprechender Rötung. Fleisch fest,
körnig, süss. Für alle Verwendungszwecke geeignet. Sehr vorteilhaft sind dabei die späte Ernte im Oktober und die sehr lange Haltbarkeit.

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Schafbirne

Wenig verbreitete alte Birnensorte aus dem Österreichisch-Schweizerischen
Grenzgebiet. Farbige,kleine, süsse Septemberbirne. Die Bäume sind robust,
fruchtbar und gedeihen auch noch in Extremlagen. Die Früchte sind vielseitig
verwendbar. Erfreulicherweise wird der Wert dieser Sorte in den letzten Jahren
wiedererkannt und geschätzt.

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SchokoladenbirneSchokoladenbirne

Alte Lokalsorte aus der Schweiz, gesunde Bäume mit früh einsetzendem Ertrag. Früchte klein mit feiner hellbrauner Berostung. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ist diese Sorte auch zur Kelterung interessant. September / Oktober

Wagner`s Wildbirne

Schweizer Lokalsorte, ergibt riesige Bäume von ungewöhnlicher Fruchtbarkeit und langer Vitalität, Früchte hellgrün bis gelb, von jungen Bäumen mit ansehnlicher Grösse. Hoher Zuckergehalt mit genügend Gerbstoff. Sehr interessant zur Kelterung. Sehr vorteilhaft ist , dass die gefallenen Birnen im Gegensatz zu anderen Mostbirnensorten nicht gleich faulen oder sofort „teig“ sind. Massenträger.

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PFLAUMEN UND ZWETSCHGEN

Pflaumen und Zwetschgen sollten in keinem Obstgarten fehlen!

Doch gleich vorweg, viele der hochgelobten neuen Sorten eignen sich überhaupt nicht für den Anbau als Hochstamm. Diese erreichen eine gute Geschmacksqualität nur durch Behangsregulierung die sich am Hochstamm nicht durchführen lässt. Vertrauen Sie auf die Qualität alter Sorten!

Anna SpäthAnna Späth

Eine alte Sorte aus der Gruppe der Rundpflaumen. Ausgezeichneter Geschmack der rotblauen Früchte mittlerer Grösse. Die Fruchtbarkeit setzt früh ein und ist regelmässig sehr hoch. Spät im September und Oktober. Interessant auch für sortenreines Destillat.

AbricotAbricot

Wenig bekannte Pflaumensorte aus der französischen Schweiz. Aussergewöhnlich schöne Fruchtfärbung – leuchtend orangerot mit Bereifung. Gute, früh einsetzende Erträge. Gute Geschmacksqualität. September.

Belle de Paris / Bonne de BryBelle de Paris / Bonne de Bry

Sehr alte Rundpflaumensorte. Kleine blaue Früchte von aussergewöhnlicher Süsse und Geschmack – sehr gut! Hohe Erträge, früh einsetzend! Ende Juli.

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Bourbaki

eine Rarität vermutlich schweizerischen Ursprungs, da die Sorte bislang
nirgendwo sonst gemeldet wurde. Auch in der Schweiz nur lokal angebaut.
Ansprechend gefärbte Pflaumen von hervorragendem Geschmack.

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Bühler ZwetschgeBühler Zwetschge

Alte Marktsorte mit reichen Erträgen, blau, bereift, mittelgross, auch noch für mittlere Höhenlagen. Richtiger Erntezeitpunkt entscheidet über Fruchtgüte. Ende August.

FellenbergFellenberg

In der Schweiz der Klassiker unter den Zwetschgensorten und Qualitativ nach wie vor eine der Besten. Früchte gross, blau, bereift, bei richtigem Erntezeitpunkt sehr süss und aromatisch.September.

Fey`s Gelbe ZwetschgeFey`s Gelbe Zwetschge

Alte Sorte, sehr grosse gelbe Zwetschge, Massenträger, spät reifend und deshalb nicht mehr für Höhen – oder rauhe Lagen geeignet. Süss mit marzipanartigem Geschmack. Aufgrund der hohen Erträge neigt die Sorte zu Alternanzerscheinungen. Ende September.

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Frigga

dies ist eine sehr früh reifende Pflaumensorte. ( ab Mitte bis Ende Juli )
Die Früchte sind recht gross und optisch sehr ansprechend gelb, etwas
orangerot verwaschen mit leichter Bereifung. Steinlösend. Die Bäume
fallen durch sehr wirren Wuchs und dichte Kronen auf.

Gelbe Ramassin

diese aussergewöhnliche Frucht wurde erst vor wenigen Jahren bekannt, doch
wird davon ausgegangen dass es sich um eine alte Varietät handelt. Sie kommt
hauptsächlich in der italienischen Schweiz vor. ( Die in Italien bekannte Ramassin ist andersfarbig !) Die kleinen, gelben, speziell geformten Früchte reifen bereits ab Ende Juli. Der Geschmack erinnert dabei an eine Mischung von Aprikose und Mirabelle !

Goldzwetschge

Eine grossfruchtige gelbe Zwetschge unbekannter Herkunft. Sie ist in der
Schweiz nur vereinzelt vorkommend, dort aber auffallend gesund und früh
fruchtbar. Kann in Optik und Geschmack leicht mit Fey`s Gelber verwechselt werden, reift aber etwas früher und hat einen völlig anderen Stein.

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Grässli`s FellenbergGrässli`s Fellenberg

Eine neuere Abart der Fellenberg, noch grösser, gute Qualität und eine Woche früher reifend. Gesunde Bäume, weniger schnell vergreisend. September.

Herman

HermanSchwedische Sorte von 1974, Recht grosse früh reifende blaue zwetschgenartige Pflaume. Gute, früh einsetzende Erträge, süsse Früchte, schon ab Juli reif. Passend auch in Höhenlagen.

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Madeleine d`Isérables

hinter diesem klingenden Namen verbirgt sich eine kaum bekannte
Pflaumensorte aus dem Wallis/Schweiz. Die Früchte sind sehr gross, gelb,
mit roten Lentizellenpunkten. Sie sind fest, sehr saftig und schmecken
hervorragend süss. Reifezeit August. Qualitativ mindestens so gut wie
Vertreter der ReineClauden. Leider ist die Sorte sehr schwer erhältlich.

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Methley

eine sogenannt japanische Pflaume von unglaublicher Qualität (gross, blaurot,
extrem saftig, süss und aromatisch).
Die Blüte erscheint sehr früh, für eine sichere Befruchtung ist die Pflanzung
einer ebenso früh blühenden Myrobalane in der Nähe ratsam. Mit dieser Prunusgattung hat Methley auch im Wuchs viel gemeinsam.

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Mirabelle de Marvelise

ausserhalb Frankreich wenig verbreitete Mirabellensorte.
Robust und fruchtbar. Früchte etwas kleiner als die bekanntere
Nancy, aber gut und honigartig süss.

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Prune de Neuchatel / Neuenburger Zwetschge

seltene blaue Zwetschgensorte aus Neuchatel. Die Früchte sind
mittelgross,blauviolett, etwas bereift und haben viele Rostzeichnungen.
Guter Geschmack. Der Baum bleibt vergleichsweise klein und ist
fruchtbar.

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Prunolen

diese seltene Rundpflaume stammt aus dem Kanton Bern / Schweiz.
Reift einige Tage nach "Belle de Paris" der Prunolen optisch gleicht.
Früchte sind aber etwas grösser, Fleisch fester, süss, gute Qualität.
Vollreif gut steinlöslich, Bäume sehr gesund, wüchsig, fruchtbar.
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Richard`s Early

Englische blaue Zwetschgensorte mit hervorragendem Geschmack,
reift im September. Im Unterschied zu anderen Sorten besitzen diese Früchte
auch „hartreif“ schon die volle Süsse und sind deshalb für den Frischverkauf
sehr interessant. Problemloser , fruchtbarer Hochstammbaum,
Vergreisung vermeiden!

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Romainmotier 1

aus dem Juradorf Romainmotier stammt eine ganze Menge an Sorten
die auf Myrobalanensteine zurückgehen. Die Verwandtschaft ist am Habitus
der Bäume noch leicht erkennbar. Die Früchte erinnern jedoch an Edelpflaumen.
Romainmotier Typ 1 ist eine kleine Rundpflaume von sehr schöner Farbe und
starker Bereifung. Süss und hocharomatisch, fruchtbar, robust und wird
auch kaum von der Kirschessigfliege befallen. Reifezeit Mitte Juli.

 

Rosarote ReineclaudeRosarote Reineclaude

Edelpflaumensorte unbekannter Herkunft, pflegeleichter als die bekannteren grünen und gelben Reineclauden. Gibt riesige Bäume! Ertrag früh, regelmässig mittelhoch. Früchte sehr schön rosafarben, manchmal mit Rostzeichnungen und milchiger Bereifung. Fleisch sehr süss und sehr gut steinlösend. August und September.

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Rote Zwetschge aus Birrwil

Dies ist tatsächlich eine rote Zwetschge; sie stammt aus dem Dorf Birrwil
im Aargau / Schweiz und findet seit wenigen Jahren immer mehr Liebhaber.
Die Bäume sind sehr gesund, fruchtbar und starkwüchsig. Die Früchte sind klein, sehr zierend, und schmecken sehr gut.

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Schmid`s gelbe ZwetschgeSchmid`s gelbe Zwetschge

Wenig bekannte Lokalsorte aus der Schweiz, Früchte länglich, klein bis mittelgross, gelb mit etwas Rötung. Extrem süss und aromatisch, sehr gut steinlösend. Sehr fruchtbar. Reife im August lässt auch Anbau in Höhenlagen zu.


KIRSCHEN

Kirschen gehörten in früheren Jahrzehnten natürlich in jeden Selbstversorgergarten. Auch hier war die Sortenvielfalt einmal sehr gross. Der Rückgang an Kirschbäumen im Feldobstbau ist dramatisch weil sich neuere grossfruchtige Sorten wegen Regenempfindlichkeit nicht für einen ungeschützten Anbau eignen. Es muss deswegen auf kleinere Sorten mit einer gewissen Festigkeit geachtet werden. Wenn ganz auf Pflanzenschutz verzichtet wird, ist der Anbau von Kirschen fast aussichtslos, hauptsächlich wegen der Schrotschusskrankheit. Die Bäume müssten zudem komplett abgeerntet werden, denn ansonsten züchtet man sich die schwer zu bekämpfende Kirschenfliege (Wurm in der Kirsche). Die Kirschenfliege kann man durch die Bevorzugung von frühreifenden Kirschensorten austricksen! Die neu dazugekommene Kirschessigfliege als besonders ekelhafter Schädling kann nur durch sauberes Abernten und Einsatz
von geeigneten Essigfallen bekämpft werden. In besonders betroffenen Lagen hilft nur noch der Verzicht auf sämtliche Kirschensorten die ab Juli reifen (gilt für die Bodenseeregion).

Coeur de Pigeon

eine alte Sorte französischen Ursprungs; dort auch weit verbreitet.
Pflegeleicht, fruchtbar, bringt grosse herzförmige Kirschen mit sehr
ansprechender gelboranger Färbung. Fleisch fest und sehr gut steinlösend.
Reifezeit Juni !

GranatGranat

Sehr grosse, schöne und gut schmeckende Früchte; die Sorte ist selten und unbekannter Herkunft, reift einige Tage vor den bekannten Hedelfinger Riesenkirschen.

KordiaKordia

Neuere Sorte aus Tschechien, sehr grosse farbige Früchte, wenig regenempfindlich und gut geeignet für Hochstammanbau. Ertrag regelmässig mittelhoch, Reife im Juli.

LapinsLapins

Neuere Sorte aus Kanada mit sehr grossen Früchten die recht wenig Regenempfindlich sind. Bäume sind starkwüchsig und werden sehr gross, Ertrag früh und regelmässig. Reifezeit Juli.

LuxburgerLuxburger

Alte schweizer Lokalsorte, kleine schwarze Früchte mit hervorragendem Geschmack, platzfest, für alle Verwendungen geeignet, gibt grosse Bäume. Mittlerweile sehr bedrohte Bestände!

Magda

Schweizer Regionalsorte, grosse dunkle Früchte für alle Verwertungen,
reift im Juni und wird nicht von der Kirschenfliege befallen.
Ergibt grosse Bäume die gute Schnittüberwachung benötigen.

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Leider fehlen verlässliche Angaben zu weiteren empfehlenswerten Sorten. Wir haben nun einen eigenen Versuch gestartet mit einer Vielzahl an wenig bekannten frühreifenden Sorten bei minimalem biologischem Pflanzenschutz. Irgendwann werden wir an dieser Stelle hoffentlich einige interessante Sorten vorstellen können....

» Senden Sie uns eine kurze Beschreibung und Foto an info@hochstammobst.ch

Apfelsorten mit frühem Austrieb :

(kann für gewisse Standorte wichtig sein)

ABRIKA, TITANE, EMMY, EARLY MCINTOSH, AKANE/PRIMROUGE, EGREMONT RUSSET,

HONEY CRISP, REINETTE BERGAMOTTE, GLOGIEROWKA, PURPURELLA, BONALLE,

TEINT FRAIS, EVEREST, SATTLERAPFEL, PANAMA, FRAISE DE FRANCHE COMTE,

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Apfelsorten mit spätem bis sehr spätem Austrieb :

LEUENAPFEL, BEFFERTAPFEL, BELLA DI BARGE, REINETTE CLOCHARD, ROME BEAUTY,

OTTERNDORFER PRINZ, REINETTE BLANCHE DE LA CREUSE, JOLIBOIS, DOUCE MOEN,

REINETTE GRISE DE SAINTONGUE, REINETTE PIQUEE, LUCOMBES PINE, MICHITIPHANE,

BELLE FILLE DE LA CREUSE, MAGNANA, BIRNFÖRMIGER APFEL, BELLE FILLE DE SALINS,

CHATAIGNIER, CILANDER, FRIANDISE, MENZNAUER JÄGER, SUZETTE, FEUILLOUX,

SULLIVAN, DEMOISELLE ROUGE, MARMELA DO CAMPO, CAVALLE, POMME DE ROUSSE,

PAY BOU, REINETTE DE BAILLEUL, ORLEANS REINETTE, RIVAL, ROSAROTER KURZSTIEL,

WINTERPISON, BELLE LIMOUSINE, BENEDICTIN, GLORIE VAN HOLLAND, USTERAPFEL,

SEESTERMÜHER ZITRONENAPFEL,

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