*
HochstammObst_top-text

Die Seite zum Mitmachen für alle Freunde der grossen Bäume

Streuobst, Bungert, Boomgarden, Verger traditionel, Obstgarten, Bommgarte, Hoschtet, traditional orchard - all diesen Begriffen in verschiedenen Sprachen ist eines gemeinsam :
Der Hochstammobstbaum!

Top
Slideshow_Hochstamm-Obst
1-hochstammobst-ch.jpg 2-hochstammobst-ch.jpg 3-hochstammobst-ch.jpg 4-hochstammobst-ch.jpg 5-hochstammobst-ch.jpg 6-hochstammobst-ch.jpg 7-hochstammobst-ch.jpg 8-hochstammobst-ch.jpg 9-hochstammobst-ch.jpg 10-hochstammobst-ch.jpg charles.jpg
Menu

Erhaltung und Aufwertung bestehender Obstgärten

Es ist höchste Zeit dass die letzten bestehenden Obstgärten gerettet werden , nicht nur aus nostalgischen oder touristischen Gründen.

Die hervorragenden Begleitwirkungen für Mensch und Umwelt als Erholungs - und Lebensraum rechtfertigen alleine schon alle Anstrengungen zum Erhalt dieser althergebrachten Obstanbauform.
Viele der Restbestände sind in desolatem Zustand, überaltert, vergreist, vernachlässigt. Es wäre wünschenswert wenn solche Bestände reaktiviert werden könnten.

Sehr schöne zusammenhängende Obstgärten, die ihr Bestehen meistens den Anstrengungen einzelner Besitzerfamilien verdanken sind allerdings auch gefährdet wenn keine Neu - und Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Leider fehlen an vielen Orten Jungbäume.

Eine Erhaltung der Obstgärten kann längerfristig nur erreicht werden wenn primär ein Absatz für die Erzeugnisse aus dem Streuobstbau besteht und der Baumbestand mindestens gehalten werden kann.
Die Meinung , dass Most trinken Bäume und Bestände retten könnte ist zwar weit verbreitet aber doch sehr trügerisch. Die Mostobstpreise sind in der Regel zu tief angesetzt um ein wirtschaftliches Überleben solcher Höfe zu garantieren. Die Herstellung von Edelbränden ist und bleibt ein Nischenprodukt. Dabei sind zwar die Preise für das Destillat gut, nicht aber für den Rohstoff. Damit sollen - wenn man Fachleuten glauben will - die Möglichkeiten schon erschöpft sein.

Doch das wahre Potential dieser Obstgärten liegt in der ungeheuren Vielfalt der Sorten, der Biodiversität und Ökologie. Viele Menschen, besonders in der Stadt, möchten etwas tun , möchten aktiv an einer intakten Umwelt mitarbeiten und nicht eine monotone chemiebasierte Land(wirt)schaft unterstützen.
Wer makelloses Supermaktobst sucht, wird dies überall problemlos kaufen können und sich dabei keine grossen Gedanken machen wo es herkommt und was tatsächlich alles damit passiert ist. Wer jedoch gesundes, geschmacksvolles Obst von Hochstammbäumen kauft, hilft direkt mit, Obstgärten und damit auch Lebensräume zu erhalten. Es sind gleichermassen Besitzer von Streuobstwiesen  wie Konsumenten gefordert, aufeinander zu zugehen.

Was kann der Obstgartenbesitzer zur Aufwertung, Erhaltung, tun?

  • bestehende Bäume pflegen, (Schnitt, evtl wenig Pflanzenschutz im Frühjahr) Ergänzungspflanzungen mit geeigneten Sorten vornehmen, dabei sollten immer auch alte lokale Sorten berücksichtigt werden.
  • An Kleintiere und Vögel denken ( Unterschlüpfe bereitstellen , Igelhäuser, Nistkästen und Wildbienenhotels - lassen sich einfach selbst bauen)
  • Baukurse für Schulen oder Vereine anbieten!
  • An geeigneter Stelle vielleicht eine Wildfruchthecke anlegen, bei Neupflanzungen Sitzstangen für Greifvögel montieren, besonderes Augenmerk ist auf die Mäuse zu legen, bei grossem Mäusedruck haben Jungbäume keine Chance!
  • Machen Sie bekannt dass man Früchte kaufen kann, führen Sie interessierte Personen durch die Streuobstwiese, erzählen Sie Geschichten der Bäume und Sorten!
  • Schon einmal an Baumpatenschaften gedacht ?
  • Offerieren Sie an kleineren Bäumen auch die Möglichkeit zum Selberpflücken.
  • Oder vermieten Sie einen Baum zur Nutzung!
  • Ein alter Obstgarten kann ein wunderbares Studienobjekt für Schulen sein ( Biologie, Ökologie)
  • Obstgärten und Imkerei sind ein sich ergänzendes Paar! In Streuobstwiesen wird (falls überhaupt), mit minimalstem Pflanzenschutz gearbeitet. Rückstandsfreier Honig, ein Gewinn für Alle!
  • Bieten Sie Schulen, Vereinen und Institutionen sogenannte Eventtage an; die Teilnehmer lesen Fallobst auf und können dies anschliessend selbst zu Saft pressen.
  • Picknick unter Bäumen; viele Menschen träumen davon. Errichten Sie einen kleinen Platz mit Sitzgelegenheiten, eventuell mit Feuerstelle. Falls dies aus Raumplanungsgründen nicht möglich sein sollte, reichen auch mobile Bänke und Tische völlig aus (schnell und kostengünstig) .

Was kann der Konsument tun?

>>  Kaufen Sie Hochstammobst.

  • Wenn Sie nirgendwo ein Hochstammobstangebot finden, fragen Sie bei einem Hof nach wo Sie noch einen Obstgarten / Streuobstwiese sehen!
  • Wenn möglich, kaufen Sie auch Saft und Süssmost direkt am Hof, Sie werden den Unterschied schmecken!
  • Oftmals ist es auch möglich sich die Früchte selbst zu pflücken.
  • Knüpfen Sie Kontakt zum Bauern und lernen Sie Sorten und Bäume kennen.
  • Vielleicht können Sie sogar Baumpate oder Sponsorin werden.
  • Ein Nistkasten ist mit Kindern schnell gebastelt, da freut sich dann auch der Bauer und gemeinsam lässt sich erkunden welche Vogelart einzieht!
  • Ebenso einfach und schnell sind Fledermauskästen und Igelhäuser gefertigt.....
  • Vielleicht haben Sie Lust bei der Ernte oder Verwertung mitzumachen inklusive Picknick unter dem Baum....
  • Wenn Ihnen die Sorten aus der Streuobstwiese schmecken, erzählen Sie es weiter!

Vorgehensweise bei Neu - und Ergänzungspflanzungen

Nehmen Sie zuerst eine Inventur der bereits vorhandenen Sorten vor, welche Sorten sind schon vorhanden ? Berücksichtigen Sie dabei auch Bäume in der Nachbarschaft / Region. Merken Sie sich die Sorten die sich bewährt haben und pflegeleicht sind. Auf diese können Sie aufbauen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der weiteren Sorten unbedingt auch die Bedürfnisse Ihrer Famile, vorhandener Kunden und natürlich auch weitere Absatzmöglichkeiten. Es macht keinen Sinn wenn Sie Kelterbirnen pflanzen und keine Abnehmer dafür haben. Oder Sie haben Kirschen deren Reife in die Urlaubszeit fällt und es fehlen die Kunden und die Zeit zur Verarbeitung....

Bei kleineren Baumbeständen ist unbedingt auf die Befruchtungsbiologie zu achten. Beliebte und weitverbreitete Apfelsorten wie Boskoop, Gravensteiner, Rheinischer Bohnapfel, Jakob Lebel , auch Galloway Pepping befruchten mit ihrem Pollen keine anderen Sorten. Mit obengenannter Auswahl könnten sie tatsächlich lange auf Früchte warten!

Hochstammbäume sind ein Langzeitprojekt, planen Sie für entsprechende Zeiträume, auch was die Erstellung des Obstgartens anbelangt. Möglicherweise finden sich nicht für alle Wunschssorten Lieferanten, da müssen Sie einplanen, auch mal selbst zu veredeln oder Veredelungen in Auftrag zu geben.

Neu gepflanzte Obstbäume brauchen Halt um gerade zu wachsen und einen Schutz gegen Wildschaden. Sparen Sie deshalb nicht am Material; es kann sich schnell rächen wenn Sie keinen , oder nur einen Pfahl einschlagen. Die Bäume geraten schnell in Schieflage.

Verwenden Sie zwei Pfähle von mindestens 2,20 m Länge. Vorzugsweise platzieren Sie diese in Hauptwindrichtung und pflanzen den Baum mittig dazwischen. Sie können nun den Baum mittels Kokosstrick an beiden Pfählen befestigen. Als Wildschutz gibt es diverse nützliche Produkte die sich leicht um den Stamm legen lassen . Weiden Rinder und Schafe zwischen den Bäumen wird man auch nach einer Lösung mit Draht suchen müssen.

Wir nehmen gerne Fotos, Vorschläge und Ideen zu dieser Rubrik entgegen und freuen uns über Kommentare. info@hochstammobst.ch

» Sehen Sie hierzu Bilder in unserer Fotogalerie...>>

Erhalt und Aufwertung von Bäumen

zurück zum Seitenanfang...»»

Fusszeile_Bottom
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  Sitemap Bookmark and Share © text & webdesign GmbH
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail